16.06.2010

Trinken gegen die Hitze

Besonders für Kinder im Sommer wichtig

Sommer, Sonne, Hitzewelle – was viele freut, birgt vor allem für kleine Kinder einige Gefahren. Gerade bei hohen Temperaturen ist ausreichendes Trinken besonders wichtig.

Als Reaktion auf die Wärme produziert der Körper Schweiß, der beim Verdunsten kühlt und so vor dem Überhitzen schützt. Die verlorene Flüssigkeit muss durch viel Trinken oder wasserreiches Obst wie Melonen, Gurken und Erdbeeren ersetzt werden.  Da der Mensch zu rund 80 Prozent aus Wasser besteht, ist regelmäßiges Trinken wichtig. Das gilt besonders für kleine Kinder, da ihr Körper einen noch höheren Wasseranteil besitzt und sie sich mehr bewegen als Erwachsene.

  • Lassen Sie Ihr Kind immer so viel trinken, wie es möchte. Auch zu den täglichen Mahlzeiten sollte ein Getränk gehören.
  • Achten Sie darauf, dass die Getränke viel Wasser und wenig Nährstoffe oder Nahrungszusätze enthalten. Milch ist kein Getränk, sondern eine Mahlzeit.
  • Denken Sie daran, dass Ihr Kind bei körperlicher Aktivität oder im Krankheitsfall besonders viel trinken muss.
  • Ermutigen Sie Ihr Kind, auf sein Körpergefühl zu achten. Wenn es erst richtigen Durst verspürt, beginnt der Körper schon zu dehydrieren.

Wie viel trinken?

Ein Kind im Kindergartenalter sollte täglich etwa einen Liter Flüssigkeit trinken. Im Grundschulalter sind es schon 1,25 Liter pro Tag. Besonders bei körperlicher Aktivität, bei sommerlichen Temperaturen oder bei Fieber sollten Kinder die Trinkdosis erhöhen. Dass Ihr Kind zu wenig trinkt, erkennen Sie daran, dass der Urin dunkel gefärbt ist.

Was trinken?

Als Durstlöscher eignet sich alles, was tatsächlich dem Wasserhaushalt des Körpers zu Gute kommt: in erster Linie Wasser, Tee und Schorlen. Durstlöscher sollten nicht zu gehaltvoll sein und wenig Zucker enthalten. Süßstoffzusätze sind nicht empfehlenswert, da die meisten den Appetit anregen. Außerdem gewöhnt sich Ihr Kind daran, dass alles immer süß schmeckt. Kakao und süße Limonaden stehen bei Kindern hoch im Kurs. Grundsätzlich ist dagegen ja auch gar nichts einzuwenden – zumindest sofern Sie den Verzehr nicht als Trinken, sondern als Zwischenmahlzeit (Milch) oder als Süßigkeit (Limonade) bewerten.

Leitungswasser

Das Trinkwasser ist in Deutschland weitgehend von hoher Qualität. Wenn Sie nicht sicher sind, erkundigen Sie sich bei Ihrem Wasserversorger. Allerdings sagt die Unbedenklichkeit des Wassers noch nichts darüber aus, was Sie am Ende tatsächlich im Glas haben. Leitungen in Altbauten  bestehen häufig aus Bleilegierungen. Hier kann es helfen, zunächst den Wasserhahn länger laufen zu lassen, um das abgestandene Wasser ablaufen zu lassen. Abkochen hilft wenig. Ganz sicher gehen können Sie nur durch eine Wasseranalyse, die meist die örtlichen Wasserwerke anbieten. Ist eine Belastung des Wassers festgestellt, gibt es nur zwei Lösungen: Leitungen auswechseln oder Mineralwasser kaufen.

Weiterführende Informationen:

• Fischer, E.: Gesunde Ernährung für Babys und Kleinkinder. 2009.

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