Der erste Zahn
In der Regel kommen die ersten Zähne zwischen dem fünften und siebten Monat. Schon Wochen bevor die Zähne durchbrechen, fühlt sich der Kiefer fest und hart an. Die Haut, unter der der Zahn wächst, spannt sich – das Zahnfleisch schwill an und ist gereizt. Der Zeitpunkt des Durchbrechens ist sehr verschieden. Manche Babys bekommen ihren ersten Zahn schon mit vier Monaten, andere erst mit zehn.
Zahnungsprobleme
Heftige Zahnungsprobleme treten aber eher selten auf. Das Zahnen ist ein ganz natürlicher physiologischer Vorgang, der oftmals mit etwas Unwohlsein verbunden ist. Viele Babys sind in dieser Zeit unruhiger als sonst, sabbern viel, haben Schlafschwierigkeiten und beißen in alles, was sie in die Finger bekommen. Leichte Beschwerden beim Zahnen sind ganz normal und sollten für die Eltern kein Grund zur Aufregung sein.
- Die Babys brauchen in dieser Phase lediglich etwas mehr Aufmerksamkeit und Fürsorge.
- Um den Druckschmerz ein wenig zu lindern, kann eine spezielle Salbe auf die gespannte Haut aufgetragen werden.
- Für viele Babys ist es auch angenehm, wenn sie auf einen Beißring beißen können. Auch eine einfache Brotrinde kann wohltuend wirken.
- Durch das Zahnen verändert sich die Mundflora, was in dieser Zeit schon mal zu Durchfällen und einem wunden Po führen kann. Normale Wundsalben helfen hier. Es ist auch möglich, dass sich beim Zahnen rote Stellen im Gesicht bilden.
Die Zahnungsproblematik wird häufig von Eltern überbewertet. Sobald ein Baby ohne sichtlichen Grund quengelig ist, wird dies auf den Durchbruch der ersten Zähne geschoben. Wenn ein Baby jedoch in der Zahnungsphase hohes Fieber bekommt, liegt das wahrscheinlich nicht daran, dass es gerade die ersten Zähne bekommt. Hier sollte die Ursache von einem Arzt untersucht werden.
Zeit für feste Nahrung
Der Durchbruch der ersten Zähne signalisiert, dass nun die Zeit der reinen Milchernährung vorbei ist. Die erste feste Nahrung sollte schrittweise in den Speiseplan aufgenommen werden. Das bedeutet aber nicht, dass mit den ersten Zähnen nun auch abgestillt werden muss. Das Baby kann zusätzlich zur normalen Nahrung auch Muttermilch erhalten. Stillende Mütter brauchen keine Angst zu haben, dass ihr Baby sie versehentlich in die Brust beißt. Der Trinkmechanismus ist normalerweise so beschaffen, dass ein Baby nicht zu gleichen Zeit saugen und beißen kann.
Keine Bange, wenn die Zähne auf sich warten lassen. Das bedeutet nicht, dass das Kind in seiner gesamten Entwicklung langsamer ist. Bei allen Kindern ist allerdings die Reihenfolge, in der die ersten Zähnchen kommen, gleich: zuerst kommen im Allgemeinen die unteren, mittleren Schneidezähne, dann die oberen, anschließend die oberen seitlichen Schneidezähne. Die meisten Babys haben um ihren ersten Geburtstag herum sechs Zähne. Im zweiten Lebensjahr kommen dann die restlichen vierzehn dazu.
Weiterführende Literatur:
Baumann, T.: Das Baby-Entwicklungsbuch: Vom Baby zum Kindergartenkind. 2009.
