21.07.2010

Die Wahl des Kindergartens

Seien Sie wählerisch

Nicht nur für die Kinder, sondern auch für die Eltern beginnt mit dem Eintritt in eine Kindertagesstätte ein neuer und aufregender Lebensabschnitt. Das enge familiäre Band wird gelockert. Da die ersten Jahre eines Kindes prägend für die weitere Entwicklung sind, fällt den Erzieherinnen und Erziehern in den Kindertagesstätten eine verantwortungsvolle Aufgabe zu.

Qualität der Arbeit

Eine gute Einrichtung können Sie daran erkennen, dass die Kita-Arbeit über die reine Betreuung hinaus das Kind mit seinen Möglichkeiten und in seinem Umfeld wahrnimmt und fördert. Die Einrichtungen verfügen über ein Konzept, das Ihnen die Ziele und Methoden der pädagogischen Arbeit erläutert. In der Regel werden 25 Kinder (ab drei Jahren) in einer Gruppe von zwei ausgebildeten Erzieherinnen und eventuell einer Praktikantin betreut. Wichtig ist auch, was für ein Programm angeboten wird: Turnen, Musik, Projekttage, Ausflüge, Leseecken, viel Platz zum Spielen und Toben drinnen und draußen.

Umgangston

Achten Sie darauf, wie die Erzieherinnen mit den Kindern umgehen. Werden die Kinder am Anfang und am Ende des Tages persönlich mit Namen begrüßt bzw. verabschiedet? Nimmt sich die Betreuerin Zeit für die Kinder – sowohl für einzelne als auch für die Gruppe? Integriert sie Kinder mit Handicap oder aus Migrantenfamilien, ermutigt sie diejenigen, die sich zurückziehen, kann sie aggressive Kinder besänftigen? Werden Jungen und Mädchen gleichermaßen gefördert? Am besten hospitieren Sie einen Tag lang.

Betreuungszeiten

Besonders für berufstätige Mütter sind die Betreuungszeiten ganz wichtig. Gibt es genügend Ganztagsplätze, werden flexible Öffnungszeiten angeboten, was ist in den Sommerferien? Auch die Frage, ob Sie kurzfristig die Betreuungszeiten ausdehnen können, weil Sie nun länger arbeiten werden, ist ein wichtiges Kriterium. Wie sieht  langfristig die Betreuung aus? Hat die Kita einen Hort für Schulkinder, haben Geschwisterkinder eine Platzgarantie? 

Elternarbeit

Die meisten Kindertagesstätten erwarten von den Eltern nicht sehr viel Engagement. Mal einen Kuchen backen, beim Sommerfest mithelfen – mehr Ansprüche werden nicht an die Eltern gestellt. Dafür haben die Eltern auch fast keine Mitspracherechte. Anders hingegen bei Waldorfkindergärten und Elterninitiativen. Von regelmäßigen Gartenarbeiten bis zur Vorbereitung und Durchführung der nächsten Übernachtungsparty ist hier Elternarbeit gefragt. Dafür können die Eltern zum Beispiel bei der Zusammensetzung der Gruppen oder Einstellung von Erzieherinnen mitsprechen. Dies ist nicht nur eine Frage der Lust und Einstellung, sondern vor allem für berufstätige Mütter eine Frage der Zeit. 

 

© energie-BKK 2010
energie-BKK
Betriebskrankenkasse aus Energiewirtschaft und Telekommunikation